On Air
Pop & Rock Nonstop Die besten neuen Hits!
Home
Foto: nest.com

Smart Living, Smart Homes, Smart Cities


Share

Status: 0
artificial-intelligence2_opt

Smart Living, Smart Homes, Smart Cities


Friedrich Praus vom Bachelor Smart Homes & Assistive Technologien an der FH Technikum Wien diskutierte am Podium der Plattform „Digital Business Trends“ über die Herausforderungen rund ums intelligente Zuhause.

Sprachgesteuerte Assistenten im Haushalt wie Amazons Alexa, intelligente Haussteuerung und smarte Lösungen für die Stadt der Zukunft: Der digitale Wandel macht vor unserer Wohnumgebung nicht Halt und wird laut Umfragen auch breit akzeptiert. Maßgeblich für einen Erfolg dürfte die Vereinfachung des Lebens sein, erklärten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der Plattform „Digital Business Trends“ (DBT) gestern, Donnerstagabend, in Wien.

Das Smart Home der Zukunft biete auch Vorteile in den Bereichen Pflege und Sicherheit, erklärte Friedrich Praus von der FH Technikum Wien. Assistive Technologien würden es ermöglichen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie ältere Menschen zu unterstützen und ein hohes Maß an Autonomie im alltäglichen Leben zu erlangen. Dabei heißt es aber noch ein wenig warten: „Staubsauger-Roboter sind Stand der Technik, bei assistiven Robotern sind wir davon noch weit entfernt.“ Neben der Technologieentwicklung seien auch noch Finanzierung und Akzeptanz der Lösungen eine Herausforderung.

„Vom Wachstum der Bevölkerung über den steigenden Energie- und Wasserbedarf bis zum Thema Sicherheit kommen riesige Herausforderungen auf die Städte zu. Manche davon wird man mit Smart City-Angeboten lösen können“, gab sich Richard Palmetzhofer von der A1 Telekom Austria AG überzeugt. Im Bereich Smart Traffic würden Verkehrsdaten gesammelt und Bewegungsströme bei Ein- und Ausfahrten analysiert. Mit City Parking könnte die Parkplatzsituation optimiert werden. Und intelligente Lichtsteuerungen hätten zum Ziel, Energie- und Servicekosten zu senken. Weitere Anwendungsfelder seien beispielsweise Smart Security – so würden in manchen Städten Schüsse automatisch detektiert, um die Polizei rascher zum Einsatzort zu dirigieren, oder Smart Tourismus, um die Touristenströme zu lenken.

Neue Erlösmodelle für die Städte

Inzwischen gebe es auch einen Wettbewerb unter den Städten, um smart zu werden. Graz, Salzburg und Linz würden hier viel Engagement zeigen. Palmetzhofer erwartet, dass in den kommenden Jahren auch kleinere Gemeinden an Bord kommen. Wichtig sei, den Städten neue Erlösmodelle zu eröffnen, da die Budgets knapp sind. „Unsere Art zu leben hat sich in nur wenigen Jahren dank Digitalisierung, Internet und Smartphone grundlegend verändert“, meint auch Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie. Smart Home und das Internet der Dinge hätten für die Konsumenten viel mit Convenience, also Bequemlichkeit, zu tun. Aber auch mit Individualisierung: „Wir spüren das auch ganz stark – den klassischen Kunden gibt es nicht mehr, jeder will etwas anderes.“

Je mehr Informationen über die Bedürfnisse des Kunden vorhanden seien, desto besser könnte man Angebote maßschneidern. „Und dabei hilft uns natürlich auch die digitale Vernetzung. Was der passende Stromtarif ist, sagt uns bereits heute ein Algorithmus“, so Strebl. Im Rahmen des Projekts „Urban Pioneers Community“ in Wien sollen nun gemeinsam mit Kunden neue Produkte und Services aus den Bereichen Energie, Mobilität und Smart Living entwickelt werden.

 

„Die Convenience der Konsumenten ist der größte Treiber der Digitalisierung, Vorbehalte verschwinden bei bequemer Nutzung sehr rasch“, erklärte Christine Antlanger-Winter, Mindshare Deputy CEO. Das Smartphone sei da die letzte große Veränderung gewesen, aber vielleicht nur ein Zwischenschritt. Denn mit dem Internet der Dinge, also der Vernetzung aller Geräte auch in unserer  Wohnumgebung, ergebe sich eine neue große Welle.

Das Wissen über die Bedürfnisse der Menschen werde zunehmend nach außen getragen und als strukturierte Daten verwertbar gemacht. Diese Daten gelte es zu analysieren und schnell in Maßnahmen umzusetzen. Aus Marketingsicht sei dies besonders spannend, da sich neue Möglichkeiten für die Interaktion von Marken, Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen ergeben, so die Expertin.

„Smart Living geht mit Big Data Hand in Hand. Daten müssen generiert und interpretiert werden, um sie nutzen zu können“, zeigte sich auch Alfred Waschl von der caFM engineering GmbH überzeugt. Vor allem die Immobilienwirtschaft habe viel versäumt: „Wir hinken da 20 Jahre hinterher.“ So messen laut dem Experten 80 Prozent der Sensoren falsch, weil beispielsweise Feuchtigkeitsfühler direkt neben Fenster angebracht würden. „Da sind disruptive Entwicklungen zu erwarten, weil wir extrem viel aufholen müssen“, so Waschl. Die Grundvoraussetzung – schnelles Internet – würde zum Großteil aber noch fehlen, nur ein Bruchteil der Haushalte habe einen Glasfaser-Anschluss.

(Quelle: APA)

Share

In:


Status: 0